Nach einer kleinen Ruhephase scheinen die Ungeheuer der Crypto Meere nun wieder aktiver denn je. So sind es aber nicht nur Bitcoin Whales sondern eben auch Altcoin Whales, die die Kurse zu ihrem Spielball machen. Erst gestern haben wir mehrfach über Ethereum Whales berichtet, die die Kurse rauf- und runtergefahren haben in den Orderbüchern von Binance und Bitstamp.

Jetzt hat sich aber auch bei den Bitcoin Whales wieder einiges getan und so hat sich ein Bitcoin Whale auf Bitstamp wohlmöglich wieder in Lauerstellung begeben und 4.000 BTC auf die Börse übertragen. Kommt nach dem Bitcoin Pump also direkt wieder der nächste Einbruch? Warum sind Whales so gefährlich? Was haben BitMEX und Bitstamp damit zu tun? Wir klären auf.

Bitcoin Whales transferieren zusammen 30.000 BTC

Gestern haben 2 Bitcoin Whales die Meere in Unruhe versetzt und bei den Whale Watchern für Aufschreie gesorgt, denn mit jeweils 15.000 BTC sind die gesichteten Whales echte Schwergewichte. Es wurden in jeweils einer Transaktion 15.000 BTC von einer fremden zu einer anderen fremden Adresse versendet. Zusammen also satte 30.000 BTC, rund 300 Mio. USD, die hier beide Bitcoin Whales auf die Waage bringen.

Einmal mehr Grund für Begeisterung, wie einfach es im Bitcoin Netzwerk ist, so viel Geld von A nach B zu senden. Das ganze in nichtmal 10 min. Die Community erfreute sich an den Transaktionen und versetzte sich in die Lage des Whales, der wohl einen hohen Puls gehabt haben muss, beim prüfen der Empfängeradresse. Sicherlich aber keine Anfänger.

Ansonsten ist an diesen Transaktionen nichts auffälliges zu erkennen, außer, dass wohl beide zusammengehören könnten und einen massiven OTC Deal abbilden könnten. Ein Deal, bei dem wie gesagt satte 30.000 BTC den Besitzer gewechselt haben könnte. Hier besteht allerdings kein Grund zur Sorge für erneute Kurseinbrüche bei Bitcoin. Für diese Gefahr könnte ein ganz anderer Whale sorgen…

Bitcoin Whale platziert 4.000 BTC auf Bitstamp – erneute Dump Gefahr?

Neben vielen kleineren Whale Transaktionen sorgte aber vor allem die Transaktion von 4.000 BTC auf Bitstamp für Aufruhr. Diese 4.000 BTC schweben nun wie ein Damoklesschwert über dem Bitcoin Kurs, denn keiner weiß wann der Bitcoin Whale zuschlagen wird und ob er überhaupt zuschlagen wird.

In den letzten Wochen und Monaten waren es immer wieder solche Transaktionen, die für Unruhe in den Gewässern gesorgt haben. Auch wenn es viele Whale Watcher begeistert bergen diese manipulativen Whale Moves einige Gefahren. Ob und wann der Whale nun zuschlagen wird weiß nur er selbst, man sollte aber ein Auge auf BitMEX haben, ich erkläre auch warum.

Warum BitMEX und Bitstamp bei Whale Bewegungen eine wichtige Rolle spielen

Nicht zum ersten Mal bedroht ein Bitcoin Whale oder Crypto Whale den Markt. Wie beschrieben, gab es in den letzten Wochen und Monaten vermehrt Versuche den Markt zu seinen Gunsten auszulegen. In der Hauptrolle, die Bitcoin Whales, die sich vorher entsprechend bei BitMEX ihre Positionen aufbauen. Dies ist keine Silberhut Theorie sondern Fakt, der Bitcoin & Crypto Markt befindet sich immer noch in einer Grauzone in der alle Grenzen der Manipulation ausgelotet werden.

Bitstamp hat diese Manipulation schon oft mit überfüllten Orderbüchern und Kurseinbrüchen zu spüren bekommen. Grund ist eine verhältnismäßig niedrige Liquidität in den Orderbüchern. Wenn also ein Bitcoin Whale mit 4.000 BTC das Orderbuch auf der Verkaufsseite füllt, sind zu wenig Kauforder drin, die den Kurs auffangen könnten. So kommt es immer wieder mal zu Kurseinbrüchen.

Warum aber Bitstamp? Es trifft immer wieder Bitstamp, weil dies eine der 3 Börsen ist, die den Preis für Bitcoin auf BitMEX bestimmen und damit den unterliegenden Wert der Bitcoin Futures (Long & Short). 33% des Preises wird also durch Bitstamp bestimmt, stürzt Bitstamp also ein, werden unter Umständen sehr viele Futures liquidiert. Die anderen beiden Preisgeber sind übrigens Kraken und CoinbasePro.

Bitstamp jedenfalls ist selbst genervt von diesen starken Kursschwankungen und Bewegungen auf ihrer Börse. Daher haben Sie bereits eine Untersuchung eingeleitet, die eine Kurs Manipulation vom 17. Mai betrifft.

Kurs Manipulationen, Wild West Kapitalismus und das Spiel mit den Whales

Wie schon im gestrigen Kurs Update beschrieben zeigt sich einmal mehr, dass die Whales sei es nun ein Bitcoin oder ein Ethereum Whale, die Szene voll im Griff haben. Kursmanipulationen gehören leider zur Tagesordnung, wenn auch es nach wie vor spannend ist zu beobachten, wie Whales kinderleicht solche Massen an Geld bewegen.

Dies ist einer der Hauptgründe, die es bisher verhindern, dass wir einen Bitcoin ETF oder andere Finanzprodukte sehen. Aus diesem Grund können auch viele institutionelle Investoren nicht am Crypto Markt partizipieren. Ein Henne Ei Problem, denn ohne mehr Geld und eine größere Verteilung im Markt wird sich die Manipulation durch Whales kaum verhindern lassen.


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Ob nun stärkere Regulationen eine Lösung sind, sollen die Politiker und Regulatoren beurteilen und entscheiden. Sicherlich kann der Markt sich auch selbst regulieren, davon sind wir aber noch weit entfernt. Denn trotz der hohen Volatilität zeigt der Bitcoin Kurs nach oben, die Schwankungen sind dann ein Übel, was ich gerne in Kauf nehme.

Unser Tipp: Investiert mit der Cost Average Strategie oder macht euch einen eigenen Investmentplan. Dann könnt ihr euch entspannt zurücklehnen und die Fahrt genießen.

An dieser Stelle sei gesagt, dass wir zu keinem Zeitpunkt eine Handelsempfehlung aussprechen. Die dargestellten Informationen sollen weder Panik auslösen noch Weltverschwörung propagieren. Sie sollen informieren und euren Blickwinkel auf Bitcoin & Co erweitern.

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[Bildquelle: Shutterstock]
Mirco Recksiek
Autor
Mirco ist Mitgründer und Product Owner von CryptoMonday. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Blockchain & Crypto Szene aktiv und seit 2 Jahren auch in diesem Bereich beruflich tätig. Sein Schwerpunkt als Berater bei KI-decentralized liegt dabei in der Tokensierung von Assets, Tokenomics, Blockchain-based Business Models. In seiner Freizeit ist er im Namen des CryptoMonday in allen Städten Deutschlands als Speaker und Moderator aktiv.