Es gibt viele Gründe, die Bitcoin einzigartig machen und ihn von herkömmlichem Fiat-Geld unterscheiden. Einer davon liegt darin, dass es eine globale Währung ist, auf die jeder, überall und ohne Einschränkung zugreifen kann. Und damit einhergehend unterscheidet sich auch die weltweite Nutzung von Bitcoin – in Abhängigkeit von den regulatorischen, wirtschaftlichen und auch kulturellen Gewohnheiten einer Nation. Eine Sache ist jedoch überall gleich: es bedarf einer gewaltigen Anzahl an Bitcoin Nodes, die die Funktionsfähigkeit und Stabilität des Netzwerks garantieren.

Eine neue Studie zeigt nun, wie Bitcoin Nodes über den ganzen Globus verteilt sind – die Studie betrachtet sowohl Bitcoin Full Nodes als auch lightweight nodes. Werfen wir einen Blick auf die edlen Ritter des Alltags, die uns mit Stabilität und Netzwerksicherheit belohnen.

Bitcoin Nodes und deren globale Verteilung

Nimmt man sich aktuelle Studien zu Krypto-Investoren zur Hand, ist das Ergebnis immer ähnlich: der Löwenanteil der Krypto-Investoren und -trader kommt aus den USA. Schaut man sich nun die Verteilung der Bitcoin-Nodes an, so sieht man, dass die Amerikaner nicht nur gerne in BTC investieren, sondern auch federführend sind, was den Betrieb von Full-Nodes angeht. Offensichtlich haben viele verstanden, dass die Bedingung für einen starken Bitcoin Preis auch mit einer ausgeprägten Infrastruktur und Netzwerkstabilität einhergeht.

Nach den USA, die die Statistik mit 2.349 Bitcoin Nodes anführen, kommen Deutschland und Frankreich mit 1.924 respektive 604 Knoten. Damit stellen die USA, Deutschland und Frankreich mehr als 50% der weltweiten Bitcoin Nodes zur Verfügung.

Weiter unten auf der Liste stehen andere europäische und asiatische Länder mit jeweils zwischen 2% und 5%, wie die Niederlande, Großbritannien, Russland, China, Singapur und Japan. Auch Kanada gehört zu den Top Ten. Zusammen machen diese Länder etwa 25% der Knoten aus. Der Rest der Welt außerhalb der oben genannten Länder macht die restlichen 25% aller existierenden Knoten aus.

Was man dennoch klar sieht, ist, dass der Betrieb von technologischer Infrastruktur wie es bei Bitcoin Nodes der Fall ist, durchaus mit Kosten verbunden ist. Insofern ist es auch mehr oder wenig auffällig, dass nur Länder mit einer gewissen wirtschaftlichen Stärke und Bedeutung Bitcoin Nodes betreiben.

Man kann also durchaus sagen, dass die Anzahl der Nodes „schön“ verteilt ist und das Netzwerk dem Begriff dezentral auch gerecht wird. Ob die Verteilung der Nodes jedoch „fair“ ist, da weitestgehend nur wirtschaftlich starke Länder vorne mitspielen, ist eine andere Sache.

Bitcoin Node – Was genau war das nochmal?

(Die folgenden Sätze stellen keine ausführliche beziehungsweise technische Erklärung zu Bitcoin Nodes dar. Ziel soll lediglich einer kurze Auffrischung des Wissensstandes sein.)

Bitcoin Nodes sind Verarbeitungs-Ressourcen (engl. processing resources), die eingerichtet werden, um den Bitcoin-Netzwerk-Client auszuführen und Transaktionen zu validieren, die über das Netzwerk gesendet werden. Dadurch wird das Netzwerk erst funktionsfähig und bleibt sicher.

Wörtlich heißt er hierzu in der Bitcoin Core Dokumentation:

A full node is a program that fully validates transactions and blocks. Almost all full nodes also help the network by accepting transactions and blocks from other full nodes, validating those transactions and blocks, and then relaying them to further full nodes.

Knoten können „vollständige Knoten“ (engl. Full Nodes) sein, die den vollständigen Bitcoin-Client ausführen, während es auch „leichte Knoten“ (engl. lightweight nodes) gibt. Bei lightweight nodes muss nicht die gesamte Blockchain heruntergeladen werden, um zu funktionieren.

Bitcoin-Enthusiasten betreiben oft Bitcoin Nodes, um einen Teil zum Bitcoin Netzwerk beizutragen und der globalen Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Der positive Nebeneffekt liegt darin, dass man gleichzeitig mehr über die technische Seite von Blockchain und Kryptowährungen erfährt.

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[Quelle: Shutterstock]

 

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Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.