Einen Bitcoin zu minen war noch nie so schwierig wie es seit diesem Freitag der Fall ist. Denn an diesem Freitag (31.05.2019) erreichte das Bitcoin-Netzwerk ein neues Mining All-Time High (ATH). Der bisherige Höchststand der Difficulty wurde im Oktober vergangenen Jahres erreicht und lag bei einer Netzwerkschwierigkeit von 7,454 Billionen. Seit diesem Freitag hingegen liegt der Wert bei 7,459 Billionen.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der letzten 12-Monate.

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Bitcoin Netzwerkschwierigkeit als Maß für Vertrauen in BTC

Die konstante Anpassung der Difficulty kann auch immer als Maß für den aktuellen Zustand des Bitcoin-Netzwerks gesehen werden. Denn eine Erhöhung der Schwierigkeit resultiert aus einer erhöhten Hashrate. Da eine Erhöhung der Hashrate auch eine signifikante Investition in Miningequipment und somit Infrastruktur mit sich zieht, ist dies zumindest ein Indiz dafür, dass Miner (und somit auch Investoren) an die langfristige, positive Entwicklung der zugrundeliegenden Kryptowährung glauben.
Daher lässt sich das neue ATH zumindest so interpretieren, dass die Miner das Vertrauen in Bitcoin (falls sie es denn wirklich verloren hatten) wieder zurückgewinnen.


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Bitcoin Mining-Boom im Dezember 2017

Die Difficulty des Netzwerks bewegte sich seit 2009 bis Ende 2015 weitestgehend linear. Anfang 2016 bis Ende 2017 konnte man bereits ein stärkeres, dennoch konstantes Wachstum beobachten. Der Ausnahmemonat Dezember 2017 hat letztendlich dazu geführt, dass Miner stärker als je zuvor in Hashpower investierten und die Schwierigkeit förmlich nach oben hin explodierte (siehe folgende Grafik) .

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In den folgenden Monaten korrelierten der Bitcoin Kurs und Netzwerk Difficulty jedoch negativ miteinander: Trotz fallender BTC-Preise (siehe Grafik unten) erhöhte sich die Hashrate Monat für Monat. Im September/Oktober 2018 war dann zunächst das ATH erreicht. Als der Bitcoin Kurs im Dezember dann jedoch von 6500$ auf 3500$ fiel, mussten viele Miner ihre Anlagen abschalten, da der Bitcoin Kurs deutlich unter den Herstellungskosten lag.

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Seit Dezember 2018 ist die Hashrate jedoch wieder positiv mit dem Preis korreliert und dementsprechend wieder kontinuierlich gestiegen. Der vorläufige Höhepunkt war nun der vergangene Freitag, an dem sie ihr Altzeithoch erreicht und übertroffen hat.

Ethereums Hashrate liegt nach wie vor 50% unter dem ATH

Zum Vergleich: Ethereums Hashrate liegt nach wie vor ca. 50% unter ihrem ATH, das im Juni 2018 erreicht wurde. Seit Januar diesen Jahres deutet sich jedoch auch bei der ETH-Hashrate eine langsame Erholung an. Bei Ethereum sollte jedoch bedacht werden, dass der baldige Wechsel von PoW auf PoS massive Investitionen in Miningequipment wohl obsolet macht.

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Preis als wichtiger Indikator für Entwicklung der Hashrate

Die Erholung der Bitcoin Hashrate ist insofern keine große Überraschung als dass Bitcoin ganz klar zu den Top Kryptowährungen gehört, wenn man die Performance über das vergangene Jahr betrachtet. Da Miner vorwiegend ein ökonomisches Interesse haben, ist der Preis natürlich einer der wichtigsten Faktoren.

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Es lässt sich also festhalten, dass Investoren und Miner immer mehr das Vertrauen in Bitcoin zurückgewinnen, es sogar steigt und damit auch Hashrate und Difficulty wieder zu ihren alten Höhen zurückfinden. Dies ist stark auf die positive Preisentwicklung von BTC zurückzuführen, der im vergangen Jahr auf den vorderen Plätzen der Top Kryptoperformer landet.

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[Bilder: Shutterstock, blockchain.com, etherscan.io]

QUELLETrustNodes
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

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