Das globale Zahlungsexperiment Lightning Torch neigt sich dem Ende zu. Tech-Koryphäen wie Twitter CEO Jack Dorsey hatten daran teilgenommen. Aber auch Nutzer in Ländern, die von der wirtschaftlichen Welt durch Wirtschaftssanktionen abgeschnitten sind. Bei dem Projekt wurde eine Zahlung von einer Person zur nächsten weitergeleitet. Dabei fügte jeder Teilnehmer vor dem Weiterleiten ein paar Cents in Bitcoin hinzu. Durch mindestens 54 Länder wurde die Bitcoin Torch, also die Bitcoin Fackel, bisher weitergereicht. Das Bitcoin Lightning Netzwerk hat damit einmal mehr seine immense Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Bald wird der Kreis sich jedoch schließen. In die Fackel wurde ein Transaktionslimit eingebaut. Mehr als 170 USD, offiziell sind es 4,29 Millionen Satoshi, können nicht über den Bitcoin Lightning Kanal gesendet werden. Etwas mehr als 10 Nutzer werden sich noch an dem Experiment beteiligen können. Dann ist es vorbei. Natürlich kann man nicht ausschließen, dass nicht jemand das Spiel von Neuem beginnt. Der Initiator der ersten Bitcoin Fackel, Hodlonaut, hat es allerdings nicht vor:

Ich glaube nicht. Vielleicht [mache ich] etwas anderes;)


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Was können wir aus dem Experiment lernen?

Die Technologie ist unaufhaltsam, ob es einem gefällt, oder nicht, das ist nun klar. Ohne Probleme konnte die Bitcoin Fackel in über 50 Länder gelangen. Wer es bisher nicht geglaubt hat, dem dürften langsam die Argumente ausgehen. Bitcoin ist in der Lage wirtschaftliche Sperren und Verbote einfach zu umgehen. Die Währung ist schlicht und einfach nicht auf die Institutionen der Länder angewiesen, da sie dezentral agiert.

Selbst in den Iran erhielt die Fackel Einzug. Ziya Sadr wollte die Fackel haben, erhielt sie zunächst jedoch nicht. Die Nutzer hatten Angst, dass sie sich strafbar machen würden, aufgrund von US-Sanktionen. Schließlich erhielt Sadyr die Fackel dann aber von einem anonymen Nutzer aus Irland. Daraus schlussfolgert Sadyr:

Bitcoin und Lightning sind wirklich zensurresistent und die Leute haben das auch in diesem sehr öffentlichen und kühnen Experiment gezeigt

Bitcoin ist grenzenlos und wird sich nicht an staatliche Sanktionen und nationale Politik halten.

Der Bitcoin-Enthusiast und Unternehmer Akin Fernandez sieht das ganz ähnlich.

Die Fackel, die den Iran ungehindert betritt und verlässt, ist der Beweis dafür, dass es wahr ist: Die Menschen können wirklich miteinander auskommen, wenn sie die Chance dazu haben“,

sagte Ferdinandez gegenüber CoinDesk.


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Hodlonaut wusste zudem ein paar Anekdoten über das Experiment zu berichten. Zum Beispiel über eine Gruppe von Nutzern in Venezuela. Sie betrieb ihren Lightning Node, nachdem es zu einem Stromausfall gekommen war, mit einer Motorradbatterie. Ferdinand ist der Meinung, dass eine Technologie auch in so einem frühen Stadium schon gut eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus zeigt es einmal mehr, dass eine kleine Anzahl von Menschen in kurzer Zeit einen enorm großen globalen Einfluss haben kann, wenn ihr Denken stimmt und sie den Fokus und die Fähigkeiten haben, Software auszuführen.

Die Lektion hier ist: „Unterschätze Bitcoin nicht.

Lightning ist begrenzt

Thomas Lee, Fundstrat-Mitbegründer, sieht jedoch auch Schwächen, neben dem Potenzial. Vor allem sei die Technologie noch lange nicht vollständig ausgereift. Er äußerte sich wie folgt:

Ich denke, die Fackel zeigt, dass die Verwendung von Lightning durch das Betreiben des eigenen Node und Lightning immer noch nicht einfach genug ist. Die meisten Fackel Besitzer verwenden am Ende eine Custodial-Lösung, was nicht ideal ist.

Custodial Wallets erleichtern die Bedienung von Lightning und wurden daher von Teilnehmern des Experiments genutzt. Sie ersparen vor allem das Erstellen eines eigenen Lightning Nodes. Dieser Prozess kostet in der Regel viel Speicherplatz auf der Festplatte und dauert sehr lange.

Das Problem ist, dass die Depotbörsen die volle Kontrolle über die Gelder der Benutzer haben. Das wiederspricht natürlich dem wesentlichen Sinn einer Kryptowährung und allen voran Bitcoin: Der Nutzer soll die komplette Kontrolle haben.

Wir haben noch viel zu tun, um den Einsatz von Lightning wirklich nutzerfreundlich zu gestalten.

Das die Bitcoin Fackel eine Transaktionsgrenze besitzt, steht sinnbildlich für die Unreife von Lightning. Denn diese Grenze wurde nur deshalb eingebaut, um die Kontrolle zu gewährleisten. Da Lightning noch anfällig für Fehler ist, war es nötig, sie einzubauen.


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Allgemeinwohl als Kollateralschaden

Ohne es zu wollen, hat das Experiment sich in ein Wohltätigkeitsprojekt vieler Menschen verwandelt. Das Geld, das zusammengekommen ist, da jeder Fackelhalter ein paar Bitcoin-Cent hinzugegeben hat, hat sich angehäuft. Sobald das Transaktionslimit erreicht ist, wird Hodlonaut die Summe an die gemeinnützige Organisation Bitcoin Venezuela spenden. Sie kümmert sich um die Verbreitung von Bitcoin als Währungsalternative in dem wirtschaftlich angeschlagenen Land. Auf Twitter schrieb Hodlonaut folgendes:

[Diese] Jungs verdienen wirklich jede Unterstützung, die wir ihnen geben können. Sie erhalten die #LNTrustChain-Fackel, aber das macht nur etwa 170 Dollar.

Um darüber hinaus  Spenden zu generieren startete Hodlonaut eine weitere Spendenaktion. Dieses Mal über Tallycoin, eine Fundraising-Plattform, die ausschließlich Bitcoin und Lightningzahlungen akzeptiert. Natürlich ohne eine Transaktionsobergrenze. Zum jetzigen stand hat die Aktion zu Spenden in Höhe von 0,38672 Bitcoin geführt. Das entspricht ca. 1553 USD.


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[Bild: Shutterstock]

 

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