Seit letzter Woche ist jemand dabei, unter dem Namen Satoshi Nakamoto eine Kryptowährung zu minen. Es geht dabei aber nicht um Bitcoin, sondern um Bitcoin Cash (BSH). Letzte Woche kontrollierte der besagte User ungefähr 35 % der Bitcoin Cash (BTC) Hashrate. Jetzt sind es mittlerweile sogar schon 40 %. Ist eine 51% Attacke unabdingbar?

Im letzten Jahr, waren im Zuge einer Hardfork Bitcoin Cash und Bitcoin SV entstanden. Die beiden Währungen stehen also seit jeher im Konflikt miteinander. Nun geht manch einer davon aus, dass der Streit in die 2. Runde gehen könnte.

Gehen wir mal von dieser Theorie aus: Dann wäre es gar nicht so abwegig, dass es sich bei Satoshi Nakamoto, der momentan dabei ist Bitcoin Cash zu minen, um den Bitcoin SV-Fan Craig Wright handelt.


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„Satoshi Nakamoto“ dominiert Bitcoin Cash (BCH) Mining

Ein unbekannter Miner hatte also bereits letzte Woche unter dem Namen Satoshi Nakamoto mehr als 35 % der BCH-Hashrate für sich gewonnen. Kurzfristig gelang es ihm sogar, auf ganze 44 % zu klettern und damit außerordentlich nah an die magischen 51 % zu kommen. Erreicht man einen solchen Anteil, also mehr als die Hälfte einer Blockchain Hashrate, dann kann man so genannte Double-Spending-Attacken durchführen. Praktisch heißt das in diesem Fall, dass man sich in der Lage befindet, Bitcoin Cash Coins stehlen zu können.

Bitcoin Cash BCH wird von Satoshi Nakamoto angegriffen
Bildquelle: Coin.dance

Sehr schnell waren sich viele sicher, wer hinter diesem „Satoshi Nakamoto“ stecken könnte. Man geht davon aus, dass es sich um Craig S. Wright und seine Bitcoin-SV Kumpanen, Calvin Ayre und CoinGeek handeln könnte. Ein Nutzer stellte die Theorie auf, dass die BSV-Crew den Preis von BCH manipulieren wolle. Wörtlich äußerte er sich folgendermaßen:

Ich würde darauf wetten, dass es die Hashpower von Coingeek et al. sind, die versuchen, den gleichen Trick nochmal zu benutzen: Zuerst sammeln sie BCH, indem sie es eine Zeit lang minen. Dann versuchen sie, es in das staatsfreundliche BSV „umzutauschen“, indem sie alle abgebauten Coins auf einmal gegen BSV tauschen, wodurch ein Crash des BCH-Preises ausgelöst wird, während sie Geld von Spekulanten in BSV anziehen.

Der unbekannte Miner ist ursprünglich letzte Woche unter dem Namen „BoomBoomBoom“ auf der Bildfläche erschienen. Genaueres lässt sich dem damaligen Beitrag auf Reddit entnehmen. An sich ist es höchst unwahrscheinlich, dass zwei unbekannte Miner innerhalb kürzester Zeit, einen so großen Anteil der Hashrate einnehmen. Daher liegt der Verdacht nahe, dass sowohl hinter „BoomBoomBoom“, als auch „Satoshi Nakamoto“, ein und die selbe Person steckt. Erst recht, wenn einer von beiden ausgerechnet aufgetaucht ist, nachdem der andere verschwunden ist. Beweisen lässt sich diese Theorie aber natürlich nicht.

Quelle: CCN

Hashwar Teil 2? – die Wahrschenlichkeit eines Angriffs

Als im November 2018 die Bitcoin Cash Hardfork stattfand, wurde die BCH-Blockchain zum Schutz vor möglichen Angriffen des Bitcoin SV-Teams angepasst. Bei der Maßnahme handelte es sich um den so genannten Re-Org-Schutz. Dabei wird verhindert, dass Angreifer die Blockchain ändern können und eine unkorrekte Blockchain aufbauen.

Dank des Reorganisationsschutzes dürfte Bitcoin Cash momentan gut geschützt sein. Allerdings besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass kleine, disruptive Angriffe gestartet werden, mit dem Ziel, dass Bitcoin Cash Ökosystem zu destabilisieren. Dies behauptet zumindest ein Reddit Nutzer:

Meine Vermutung ist, dass sie sich für ein kleines Re-Org (vielleicht 6 Blöcke) entscheiden werden, um zu behaupten, dass BCH nicht besser als BSV ist, obwohl sie ihr Re-Org selbst zugefügt haben. Sie würden das einzig und allein für die Show machen, für schlechte PR gegen BCH, es sei denn, sie bauen wirklich ab, um ihre BSV-Aktivitäten aufrechtzuerhalten.

Manipulation von Bitcoin-Transaktionsgebühren

Das mag nun schon sehr nach Verschwörungstheorie klingen, aber es wird noch besser. Laut einer anderen Vermutung, haben einige Bitcoin (BTC)-Miner beschlossen ihren Dienst zeitweise einzustellen und gleichzeitig Gebühren zu erhöhen. Damit erhoffen sie sich steigende Transaktionsgebühren, die sie bei einer Rückkehr ins Netzwerk abgreifen könnten.

Eine  letzte Theorie geht davon aus, dass hinter dem jetzigen „Satoshi Nakamoto“ jemand steckt, der eigentlich ein Bitcoin Cash Unterstützer ist. Dieser würde angeblich absichtlich versuchen, die Bitcoin-Transaktionsgebühren zu erhöhen. Vor etwa einer Woche hatte diese Theorie noch mehr Gewicht, als Satoshi mit dem Mining begann und die Transaktionsgebühren massiv anstiegen. Nun sind sie jedoch wieder um 60 % gesunken.

Die Hashwars Saga geht also weiter und der Bitcoin Cash Hardfork bleibt wohl eine der spektakulärsten Hardforks der Geschichte. Es darf fröhlich spekuliert werden, dennoch wird wohl auch dieser „Satoshi Nakamoto“ seine Identität und Ziele nicht preisgeben. Wir freuen uns bereits auf das nächste Kapitel in den Hashwars.


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[Bild: Shutterstock]

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