Monero (XMR) ist einer der ersten Privacy Coins. Das Projekt existiert bereits seit 2014 und hält sich auch kontinuierlich unter den Top15-Coins auf CoinMarketCap. Vor kurzem stand Monero im Rampenlicht, nachdem sowohl Reuters, als auch Binance einen Bericht über das Projekt einerseits und den Hardfork andererseits veröffentlicht hatten.

In den genannten Berichten wird nicht nur auf Moneros kryptographische Besonderheiten eingegangen, sondern auch auf die Auswirkungen des Hardforks, der dieses Jahr im März stattfand. In dem von Reuters veröffentlichten Artikel wird Monero sogar als mögliche Alternative zu Bitcoin genannt; insbesondere was die Nutzung im Darknet betrifft, ist XMR auf Grund seiner natürlichen Anonymität prädestiniert.


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Reuters Report: Monero (XMR) wird weitestgehend für kriminelle Aktivitäten genutzt

Die Monero Outreach-Community hingegen war unzufrieden mit der Art und Weise, wie Reuters die Dinge präsentierte. Der Grundtenor lautete: „Zu viele Assoziation mit dem Darknet und illegalen Machenschaften vermitteln den Eindruck als sei der Wunsch nach Privatsphäre gleichzusetzen mit illegalen Aktivitäten.“ Frei nach dem Motto: Wer nichts zu verbergen habe, müsse sich schließlich vor nichts fürchten. Dementsprechend veröffentlichte sie ihren eigenen Blogbeitrag, um die Dinge besser und genauer zu erklären.

Nachdem sich die Wogen diesbezüglich gelegt haben, gibt es nun neuen Ärger. CCN hat kürzlich berichtet, dass der zuletzt durchgeführte Monero Hardfork einige Probleme mit sich bringen könnten.

Hardfork will Community vor ASIC-Minern ’schützen‘

Zur Erinnerung: Eine der Besonderheiten von Monero ist das CryptoNote-Protokoll auf dem er basiert. Der Grundgedanke darin ist der Community die Möglichkeit zu geben, Monero mit ‚gewöhnlicher‘ Hardware wie CPUs oder GPUs zu minen. Dies geschieht durch den Verzicht von ASIC-Minern.

Da dies in der Vergangenheit jedoch nicht der Fall war und Monero-Mining oftmals mit Hilfe von ASICs durchgeführt wurde, hat man sich zum jetzigen Hardfork entschieden. Denn in der Community herrscht die Sorge, dass durch eine zunehmende Anzahl von ASIC-Minern eine Konzentration von Hashpower stattfindet. Dies könne schließlich zu einer Zentralisierung führen, die unerwünscht ist. Ein Schritt, mit dem die Community vor den ASIC-Minern ‚geschützt‘ werden soll.

In einem aktuellen Binance Research Report für die Monate März – Mai, hat Binance unter anderem die Auswirkungen des Monero Hardforks untersucht. Dabei stellen sie fest, dass die permanente Abwehr und damit verbundene Absenz von ASIC-Minern negative Konsequenzen für das gesamte Netzwerk hat.


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51%-Attacke mit gesunkener Hashrate wahrscheinlicher

Insbesondere sorgt sich Binance um die extrem gesunkene Hashrate. Schaut man sich den Chart an, lässt sich erkennen, dass die Hashrate nach dem durchgeführten Hardfork Anfang März kurzfristig um um ca. 85% einbrach und sich danach bei ca. 25% des pre-fork Niveaus festigte. Diese enorme Reduzierung der Hashrate macht das Monero Netzwerk automatisch anfälliger für potentielle 51%-Attacken.

xmr-monero-hash-rateDie niedrige Hashrate des Netzwerks hat weitreichende Auswirkungen:

  1. durch den Wegfall von ASIC-Minern steigen die durchschnittlichen Herstellungskosten für XMR. Das liegt daran, dass ASICs per Definition für die speziellen Miningalgorithmen konzipiert sind und somit effizienter arbeiten als herkömmliche Hardware.
  2. durch den Wegfall von ASIC-Minern und die Übernahme von GPU und CPU Minern hatte sich die Blockzeit kurzfristig deutlich verlängert, da der Algorithmus keine direkte Anpassung der Mining-Difficulty auf die rasante Reduktion der Hashpower durchführte.
  3. durch den Wegfall der ASIC-Miner und der damit verbundenen Reduktion der Hashrate sinkt die Difficulty. Es ist also einfacher einen Block zu treffen. Damit erhöht sich die Profitabilität pro Block. Folgende Grafik zeigt die Miningprofitabilität seit Januar 2019.spike-block-size
  4. Betrachtet man die Profitabilität von Monat zu Monat, sieht man, dass der Hardfork nur geringfügige Verbesserungen mit sich bringt. Vergleicht man die Auswirkungen des aktuellen Hardforks (März 19) mit denen des vorherigen Hardforks im April 18 wird auch deutlich, dass der aktuelle Hardfork den erwünschten Auswirkungen nicht gerecht wird.profitabilität-mom
  5. durch die Zielsetzung Monero-Mining wieder für Besitzer handelsüblicher Hardware attraktiv zu machen, wurde die Größe des kryptographischen Proofs verringert. Die Konsequenz dieser Reduzierung ist das Sinken der Transaktionsgröße. Als Folge der geringeren Transaktionsgröße wird logischerweise auch weniger Speicherplatz benötigt. Dadurch sinken die Transaktionskosten enorm.

Wir halten fest: der von Reuters veröffentlichte Bericht sieht die Verwendung von Monero hauptsächlich im Darknet und im Bereich illegaler Aktivitäten. Der Hardfork aus diesem Jahr wird nicht thematisiert. Der von Binance veröffentlichte Bericht analysiert die Auswirkungen des Monero Hardtforks.

Die Quintessenz lautet: Monero Mining mit Hilfe von GPU und CPU bleibt weitestgehend unprofitabel. Die dafür getroffenen Maßnahmen sind weitestgehend ineffektiv. Die Reduktion der Hashrate erhöht die Gefahr einer 51%-Attacke deutlich.

Wie ist deine Meinung zum Hardfork von Monero? Siehst du eine erhöhte Gefahr einer 51%-Attacke durch den Rückgang der Hashrate? Diskutiere darüber mit uns in unserem  Telegram Chat und abonniere am besten direkt auch unseren News Kanal , um keine Nachricht mehr zu verpassen!

[Bilder: Binance Report, Shutterstock]

QUELLEBinance Report
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

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