Nach dem Verlust von knapp 13 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen Anfang der Woche, möchte Bancor eine Koalition von „Krypto-Verteidigern“ aufbauen, die die Community vor Angriffen schützen soll.

Der Bancor-Hack

Anfang dieser Woche sah es nicht gut aus bei der Token-Plattform Bancor. Wie Base58 berichtete, fiel die Plattform einem Hack zum Opfer, bei dem Kryptowährungen im Wert von 13,5 Millionen US-Dollar gestohlen werden konnten.

Während der Untersuchung der Vorgänge wurde die Seite zwischenzeitlich in den Wartungsmodus versetzt. Mittlerweile ist sie wieder online und erreichbar. Bancor bietet seinen Kunden ein dezentrales Netzwerk zur Konvertierung von Token.

Bei dem Hack konnten 25.000 ETH sowie 230 Millionen NPXS-Token gestohlen werden, der Diebstahl von weiteren 2,5 Millionen BNT-Token konnte durch eine Sperrung der Token noch rechtzeitig verhindert werden.

Letzteres sorgte durchaus für kritische Stimmen aus der Cryptoszene, da das einfrieren des Smart-Contracts zur Sicherung des Geldes nicht im Sinne einiger Verfechter dezentraler Netzwerke war.

Litecoin-Mitgründer Charlie Lee äußerte sich dazu über Twitter: „Eine Börse ist nicht dezentralisiert, wenn sie Kundengelder verlieren kann ODER wenn sie Kundengelder einfrieren kann. Bancor kann beides. Es ist eine falsche Vorstellung von Dezentralität.

Die Koalition von „Krypto-Verteidigern“

Nun meldete sich das Unternehmen in einer  Mitteilung zu Wort und kündigt Maßnahmen an, in Zukunft stärker gegen Kryptokriminalität vorgehen zu wollen.

Mitgründer Guy Benartzi schreibt über zukünftige Pläne der Plattform, interne Tools zu entwickeln, mittels derer gehackte Gelder nachverfolgt werden können. Darüber hinaus soll eine neue Initiative gegründet werden – eine „Koalition von Krypto-Verteidigern“. Diese sollen sich dazu verpflichten:

Ressourcen und Fähigkeiten zur gemeinsamen Bekämpfung von Kriminellen beizusteuern. Die Mitglieder werden an Mechanismen zusammenarbeiten, um sich gegenseitig in Zeiten der Gefahr zu warnen und zu unterstützen, sich um gemeinsame Blacklists zu koordinieren und Open-Source-Tools zur Schaffung einer sichereren Welt für alle Beteiligten beizutragen.

Wer außer Bancor Teil der Koalition sein soll, ist bislang nicht bekannt, es soll sich laut Cointelegraph um andere Unternehmen der Kryptowährungsindustrie handeln.
Inwieweit die Gründung einer solchen Initiative der Kriminalität entgegenwirkt, wird sich zeigen.

[Bild:knipsdesign/ Shutterstock]
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Lara zieht als als Product Ownerin und Redakteurin die Fäden hinter den Kulissen von Base58. Als Marketing- und Content-Managerin für einen Coworking Space und Startup-Hub mit Fokus auf Innovation, fand sie ihre Begeisterung für die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen. Lara studierte Islamwissenschaften, Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen und arbeitete als Dozentin sowie an interdisziplinären Forschungsinstituten.