Bitcoin hat in diesem Jahr bereits eine ordentliche Rallye hingelegt und sich von seinen Tiefständen im Dezember 2018 bestens erholt. Gründe gibt es hierfür zur Genüge und das Netzwerk wächst immer weiter. Erst kürzlich gab es ein neues Allzeithoch der Hashpower/ Mining Power im Bitcoin Netzwerk, welche Bitcoin immer sicherer und robuster gegenüber äußeren Einflüssen macht. 291 Tage vor dem anstehenden Bitcoin Halving kann nun ein neuer Meilenstein gefeiert werden, denn es wurden bereits 17.850.000 BTC gemined – das sind 85% aller verfügbaren Bitcoins. Macht dies Bitcoin zu einem Store of Value? Inwieweit könnte der Kurs davon beeinflusst werden?

Das lesen bis zum Ende lohnt sich, es gibt viele spannende Insights und Tipps!

17.850.000 BTC, also 85% aller Bitcoin sind bereits gemined worden – Warum gibt es eine Obergrenze?

In unserer Community wurde gestern aufgeregt festgestellt, dass die Zahl aller durch Mining abgebauten Bitcoins bereits die Marke von 17.850.000 BTC durchschritten hat. Das sind 85% aller maximal erzeugbaren 21.000.000 Bitcoins. Wir sprechen also von der Summe, die Satoshi Nakamoto im Bitcoin Code als maximalen Supply für Bitcoin vorgesehen hat.

Doch warum gibt es eine Obergrenze an möglichen Bitcoins? Was hat sich Satoshi Nakamoto dabei gedacht? Das als „P2P Electronic Cash System“ vorgestellte Konzept von Bitcoin sah nicht zwingend vor, dass Bitcoin zu einem Store of Value (=Wertespeicher) werden soll.

Doch ist dies nicht die logische Konsequenz, wenn ein Gut in seiner Fördermenge begrenzt ist (siehe Gold)?

Laut Interchange Co-Founder Dan Held ist die Limitierung (und Obergrenze) von Bitcoin nämlich genau das – der Versuch von Satoshi Nakamoto, Bitcoin zu einem Store of Value zu machen. Im besten Fall sollte er sogar beides darstellen: Store of Value und Medium of Exchange. Damit sind wir auch schon bei den Kerneigenschaften von Geld. Eigenschaften, die mit Hinblick auf heutige Währungen immer mehr verloren zu gehen scheinen (siehe Venezuela oder Türkei).

Dan Held ist sich sicher, dass dies von Anfang an der Plan war und glaubt, dass die Knappheit des Bitcoin ihm den Wert als Store of Value verleiht.

Wir haben uns zu dem Thema auch ausführlich in einem unserer letzten Videos zum Bitcoin Halving ausgetauscht:

Das Bitcoin Halving & die Inflation von Kryptowährungen – Was bedeutet es für den Kurs?

Erschafft die Knappheit von Bitcoin tatsächlich seinen Wert?

Wenn man sich nun überlegt, dass bei bereits 17.850.000 erzeugten BTC nur noch wenige vorhanden sind, ist es nicht verwunderlich, dass der Preis steigt. Denn bei gleichbleibendem Angebot und erhöhter Nachfrage steigt der Preis. Knappheit (=Scarcity) erzeugt Wert, das sieht auch CNBC Mann Joe Kernen so:

Das sieht aber nicht nur Joe Kernen so, denn viele berufen sich beim Wert (und bei der Suche nach einer geeigneten Methodik zur Bewertung) von Bitcoin auf das Stock-to-Flow-Modell (SF). Je höher die SF-Ratio – also je niedriger die Inflationsrate, die ein Rohstoff hat – desto höher sollte der Wert des Vermögenswertes sein. Das SF-Modell beweist somit auch die Eignung von Bitcoin als Store of Value.

Bitcoin BTC Kurs PrognoseWir haben hierzu einen sehr ausführlichen und informativen Artikel, der den Bitcoin Kurs laut neuester Berechnung damit auf 100.000 USD im März 2020 schätzt.

Sind die 21.000.000 BTC wirklich in Stein gemeißelt?

Theoretisch nein, aber es scheint mehr als unwahrscheinlich, dass sich die Menge jemals ändern könnte, zumal sich der Großteil des Netzwerks darauf einigen müsste und dies gegen die Idee von Satoshi Nakamoto sprechen würde.

Aber warum steht das überhaupt zur Diskussion?

Angeblich soll es bereits eine Runde gegeben haben, die dieses Thema diskutiert hat. Die Runde soll unter dem Pseudonym „Satoshi’s Roundtable“ stattfinden. Es handelt sich um eine streng geheime Runde über die genauso wenig bekannt ist, wie über den Ort oder die Zeit, an dem die Treffen stattfinden. Aber, wie durch einen Tweet von Fold’s Matt Luongo deutlich wurde, gab es einige Ideen über die Überlebensfähigkeit eines deflationären Bitcoins.

Luongo erklärte, dass, wenn die Miner den größten Teil ihres Geldes aus Transaktionsgebühren erhalten, das Bitcoin-Netzwerk Probleme bekommen könnte. Er erklärte, dass Transaktionen auf Bitcoins Mainnet immer seltener würden und die Blockchain damit anfällig für Reorgs werden könnte. Dies gilt im Übrigen nicht für Sidechains, wie das Lightning Network oder Liquid.

Wir haben dieses Thema bereits mehrere Male angeschnitten, beispielsweise in unseren Meetups oder Telegram Diskussionen. Wir werden hierzu mit Sicherheit auch noch ein Erklär-Video machen, in dem wir darüber diskutieren, genauso wie über alternative Lösungsansätze.

Bitcoin als Store of Value und „Safe Haven“ in Krisenzeiten?

Dieses Thema haben wir bereits in einigen unserer Artikel exerziert, die wir an dieser Stelle zwingend empfehlen:

Wenn wir uns den Vergleich von Bitcoin und Gold anschauen wird es wohl auch offensichtlicher:

bitcoin-btc-vs-gold

Selbst wenn die Versorgungsobergrenze entfernt werden würde, wäre Bitcoin immer noch ein guter Wertspeicher, da auch Gold eine marginale Inflation aufweist. Abgesehen von einigen wenigen Merkmalen, sind viele Analysten zu dem Schluss gekommen, dass BTC besser ist als Gold. Das sollte die oben gezeigte Grafik verdeutlichen.

Wenn wir nun die Zinsspirale weiterspinnen und uns anschauen, was eine 0% Zinspolitik mit der Geldmenge in der Welt macht, bieten sich bei Gold und Bitcoin wohl einige Potentiale. Wenn Trump bereits via Twitter zum Geld drucken aufruft und europäische Banken wiedermal am Abgrund stehen, sollten wir uns doch wirklich hinterfragen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. (Meine Meinung)

Wir haben hierüber auch bei unserer letzten Lightning Poker Runder mit dem Blocktrainer diskutiert und sind uns einig, dass es spannend bleibt und wird: (Start bei 1h:25min)

Lightning Poker & AMA – Wir verzocken Satoshis und ihr stellt die Fragen

Du willst einige der letzten Bitcoins noch ergattern und denkst über einen Kauf nach?

Dann solltest du erstmal tief durchatmen, bevor du handelst. Lies dich in einige unserer Artikel ein wenn du magst und setze dich mit dem Thema Bitcoin auseinander. Investiere vorsichtig und mit einer klaren Strategie, anstatt einen All-In-Move zu machen. Eine gute Strategie ist zum Beispiel die Cost Average Strategie: Bitcoin (BTC) kaufen: Die Dollar Cost Averaging (DCA) Strategie

Hier sind weitere Must-Reads für dich:

Wenn du schon genug über Bitcoin verstanden hast und direkt mitmischen willst, dann kannst du in nur wenigen Schritten direkt loslegen. Falls du nur am Kurserfolg von Bitcoin interessiert bist und dich mit Cold-Wallets usw. nicht beschäftigen willst, dann empfehlen wir dir den preisgekrönten Broker eToro. Ansonsten kannst du auch erstmal einen Blick auf unseren Bitcoin Broker & Börsenvergleich werfen und für dich den passenden Broker oder Börse wählen.

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[Bildquelle: Shutterstock, Grayscale]
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Autor
Mirco ist Mitgründer und Project Lead von CryptoMonday. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Blockchain & Crypto Szene aktiv und seit 2 Jahren auch in diesem Bereich beruflich tätig. Sein Schwerpunkt als Berater bei KI-decentralized liegt dabei in der Tokensierung von Assets, Tokenomics, Blockchain-based Business Models. In seiner Freizeit ist er im Namen des CryptoMonday in allen Städten Deutschlands als Speaker und Moderator aktiv.

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